SOPHIA

Smarte Prozesse und Bauweisen für hohe Fertigungskadenzen

Verkleidungsbauteile in Verkehrsflugzeugen, zum Beispiel Seitenwände oder Deckenpaneele, bestehen aktuell aus Sandwichbauteilen mit Decklagen aus glasfaserverstärkten Phenolharzprepregs in Kombination mit Aramid-Wabenkernen. Rückseitig wird zur akustischen und thermischen Isolierung ein Glaswollpaket aufgebracht. Die Herstellung dieser Komponenten ist sehr zeitaufwendig. Zudem neigen die Glaswollpakete während des Reiseflugs zu Wassereinlagerungen, welche zu einer Gewichtszunahme und Schimmelbildung führen können. Im Projekt SOPHIA soll diese Bauweise durch eine integrale Schaumbauweise in Kombination mit thermoplastischen Decklagen ersetzt werden. Für die Decklagen wird die Eignung brandgeschützter Polymerverbindungen untersucht. Als Strukturschaum kommt ein speziell brandgehemmter Partikelschaum zum Einsatz, der im effizienten Thermoformprozess mit der Decklage verbunden wird. Zur Gewährleistung der geforderten optischen und haptischen Eigenschaften wird kabinenseitig eine dekorative Schicht vorgesehen. Das IVW ist im Rahmen des Projektes unter anderem für die Decklagenentwicklung sowie die Entwicklung eines Umformprozesses für Schaum und Decklage verantwortlich. Hierzu wurden ausführliche Untersuchungen zur Matrixkompatibilität und Prozessparameterauswahl durchgeführt. Aktuell wird die Verhautung von offenporigen Schäumen im Umformprozess für den Einsatz als Decklage untersucht.

 

Im Rahmen des Projektes SOPHIA wird eine grundsätzlich neue integrale Schaumbauweise mit thermoplastischer Decklage für Kabinenbauteile am Beispiel der Seitenwand entwickelt.

Ansprechpartner

Dipl.-Ing.

Maximilian Salmins

Wiss. Mitarbeiter Press- & Fügetechnologien

Telefon: +49 631 2017 340

maximilian.salmins@ivw.uni-kl.de

Raum: 58/370

Förderungen

Das Projekt „SOPHIA – Smarte Prozesse und optimierte Bauweisen für hohe Fertigungskadenzen“ wird im Rahmen des Luftfahrtforschungsprogramms V-3 des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages gefördert (Förderkennzeichen 20X1715D).