MaTaInH2

Materialeffiziente Industrialisierung von H2-Drucktanks

In dem 3-jährigen Forschungsprojekt „MaTaInH2“ wird von den Projektpartnern Mahle, der TUM und dem IVW das Ziel der Industrialisierung der Großserienproduktion von Wasserstoff-Drucktanks bei gleichzeitiger Reduktion der Produktkosten verfolgt.

Trotz einer steigenden Anzahl an elektrifizierten Kraftfahrzeugen auf den Straßen ist der Verbrennungsmotor weiterhin die dominierende Antriebsform. Ein wichtiger Grund für die langsame Verbreitung von batterieelektrischen Fahrzeugen ist die speicherbedingt noch geringe Reichweite. Eine Lösung des Energiespeicherproblems stellt die Brennstoffzellentechnologie in Kombination mit einem Wasserstoffspeicher dar, bei dem der Wasserstoff unter hohem Druck gespeichert werden kann. Der Drucktank ist somit ein Schlüsselelement der Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie, um eine ausreichende Menge an Wasserstoff in elektrisch angetriebenen Kraftfahrzeugen für große Reichweiten zur Verfügung stellen zu können. Der hohe Nenndruck von 700 bar sowie die Leichtbauanforderungen für mobile Anwendungen erfordern den Einsatz von Kohlenstoffverbundwerkstoffen. Im Rahmen des Projekts MaTaInH2 wird ein Typ-IV Wasserstoff- Drucktank entwickelt und optimiert, der im Wickelverfahren hergestellt und dessen Eigenschaften anschließend validiert werden sollen. Innerhalb des Konsortiums ist das IVW für die Charakterisierung der Werkstoffe verantwortlich sowie an der Industrialisierung und Optimierung des Prozesses beteiligt. Hierfür werden komplette Materialkarten für die als relevant identifizierten Materialien mit Hilfe von umfangreichen Prüfungen erstellt. Weiterhin sollen die gewonnenen Erkenntnisse aus der Herstellung von Drucktanks dazu genutzt werden, die Wickelanlage (industrieller Maßstab) zu spezifizieren. Abschließend wird eine gesamtheitliche Analyse in Bezug auf die Projekt- und Entwicklungsziele durchgeführt.

Kompetenzfeld

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Projektstatus

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Ansprechpartner

Dipl.-Ing.

Benedikt Bergmann

Wiss. Mitarbeiter Roving- & Taperverarbeitung

Telefon: +49 631 2017 304

benedikt.bergmann@ivw.uni-kl.de

Raum: 58/376