AIRPOXY

Einführung einer neuen Familie von Faserkunststoffverbunden

Am IVW wird im Rahmen des Projektes aktuell das Thermoformen, die Halbzeugherstellung und induktive Schweißbarkeit der Vitrimer-FKV untersucht. Weiterhin werden auch angepasste Reparaturkonzepte untersucht. Die entwickelten Technologien werden durch Demonstratorbauteile aus der Luftfahrt validiert.

Ziel des EU-Projektes AIRPOXY – „Thermoform-Able repaIrable and bondable smaRt ePOXY based composites for aero structures” ist es, die Produktions-, Reparatur- und Betriebskosten von Faser-KunststoffVerbunden (FKV) zu senken und als Matrixmaterial für FKV zu etablieren. In der Projektlaufzeit von September 2018 bis März 2022 soll durch die Entwicklung
einer neuen Familie verbesserter FKV auf Basis von Vitrimeren deren Herstellbarkeit und Verarbeitbarkeit revolutioniert werden. Zum Einsatz kommt ein neuartiges epoxidharzbasiertes Matrixsystem mit den Eigenschaften von Vitrimerkunststoffen. Diese verhalten sich nach dem Vernetzen ähnlich wie Duroplaste und bilden zwischen den Polymerketten chemische Bindungen. Die Besonderheit ist, dass sich die chemischen Bindungen oberhalb der Glasübergangstemperatur (Tg) lösen und beim Abkühlen neu vernetzen. Dieser Effekt erlaubt die Herstellung von Bauteilen, die bei Raumtemperatur die mechanischen Vorteile von Duroplasten aufweisen und ca. 50 °C oberhalb der Tg innerhalb kurzer Taktzeiten, z. B. im Thermoformverfahren, verarbeitet werden können.

Ansprechpartner

Dipl.-Ing.

Stefan Weidmann

Wiss. Mitarbeiter Press- & Fügetechnologien

Telefon: +49 631 2017 383

stefan.weidmann@ivw.uni-kl.de

Raum: 58/362

Förderungen

Dieses Projekt wird durch das Rahmenprogramm für Forschung und Innovation „Horizont 2020” der Europäischen Union finanziert (Förderkennzeichen 769274).