AIRPOXY

Einführung einer neuen Familie von Faserkunststoffverbunden

Ziel des EU-Projektes AIRPOXY ist es, die Produktionsund Wartungskosten von Bauteilen im Faser-Kunststoff- Verbund (FKV) in der Luftfahrt durch Einführung einer neuartigen Familie kohlestofffaserverstärkter Vitrimer-Kunststoffe zu senken.

Faserverstärkte Vitrimere besitzen die Vorteile herkömmlicher Duroplaste und können zudem - ähnlich wie Thermoplaste - leicht verarbeitet, repariert und recycelt werden. Diese vollumfänglich positiven Werkstoffeigenschaften werden durch ein revolutionäres epoxidharzbasiertes Matrixsystem (3R) mit den Eigenschaften von Vitrimerkunststoffen erreicht. Basierend auf reversibel dynamischen Schwefelbrückenbindungen sind die 3R-FKV oberhalb der Glasüberganstemperatur (Tg ≈ 170 °C) mitunter thermisch formbar und schweißbar. Die in AIRPOXY entwickelten Vitrimer-FKV erlauben vielfältige Verarbeitungsmöglichkeiten, an deren Entwicklung das IVW maßgeblich beteiligt ist:

  • Hohe Produktionsraten durch adaptierte Thermoformverfahren
  • Robuste und gewichtsneutrale Schweiß- und Klebtechnologien
  • Herstellung komplexer Formteile durch Resin Transfer Molding (RTM) Prozesse
  • Einfache und kosteneffiziente Reparaturen von Luftfahrtbauteilen
  • Recycling von End-of-Life- und Produktionsabfällen

Neben den genannten Verarbeitungsmöglichkeiten werden durch das Konsortium zusätzlich komplexe FE-Prozesssimulationen erstellt, Structural-Health- Monitoring-Konzepte untersucht und eine umfangreiche mechanische Charakterisierung der 3R-FKV durchgeführt.

Ansprechpartner

Dipl.-Ing.

Stefan Weidmann

Wiss. Mitarbeiter Press- & Fügetechnologien

Telefon: +49 631 2017 383

stefan.weidmann@ivw.uni-kl.de

Raum: 58/362

M.Sc.

Andreas Krämer

Wiss. Mitarbeiter Press- & Fügetechnologien

Telefon: +49 631 2017 441

andreas.kraemer@ivw.uni-kl.de

Raum: 58/376

M.Sc.

Stephan Becker

Wiss. Mitarbeiter Press- & Fügetechnologien

Telefon: +49 631 2017 446

stephan.becker@ivw.uni-kl.de

Raum: 58/270

Förderungen

Dieses Projekt wird durch das Rahmenprogramm für Forschung und Innovation „Horizont 2020” der Europäischen Union finanziert (Förderkennzeichen 769274).