07.04.2017

Mit FKV-Spaltrohren Energie sparen – IVW und ...

Aufgrund der immensen Anzahl im Einsatz befindlicher Spaltrohrmotorpumpen hätte die Verwendung von Faser-Kunststoffverbund (FKV)-Spaltrohren neben wirtschaftlichen Aspekten auch weitreichende gesellschaftliche und politische Auswirkungen. Beispielsweise sind Umwälzpumpen deutschlandweit für ca. 2,5 % des gesamten Stromverbrauchs verantwortlich, was mehr als 15 Milliarden kWh entspricht. FKV-Spaltrohre bergen das Potential, den Wirkungsgrad von Umwälzpumpen um bis zu 30 % zu erhöhen. Hierdurch könnten bis zu 4,5 Milliarden kWh/a Strom deutschlandweit eingespart werden, was dem gesamten Stromverbrauch der Stadt Stuttgart entspricht. Um die Herstellungskosten der FKV-Spaltrohre zu senken soll die Prozesskette deutlich verkürzt werden. Durch die Minimierung der Anzahl der Prozessschritte soll eine drastische Verringerung der Prozess- und Durchlaufzeiten sowie der Betriebs- und Anlagenkosten erreicht werden. Zusammen mit dem Projektpartner CirComp wird deshalb ein Verfahren entwickelt, bei dem das Spaltrohr direkt als Endprodukt im Wickelprozess hergestellt werden kann und dadurch alle nachgeschalteten Prozessschritte – die Qualitätsprüfung ausgenommen – vollständig eliminiert werden können. Zusätzlich wird durch die Integration eines Kunststoffliners in den Wickelprozess der Einpressprozess ersetzt und somit die Voraussetzung für eine Verringerung der Spaltrohrwanddicke ermöglicht.

Das Projekt HoSpaRo („Hocheffizientes Produktionsverfahren für den flächendeckenden Einsatz von FKV-Spaltrohren in Umwälzpumpen“ wird im Rahmen des Programms „Zentrales Innovationsprogramm Mittelstand (ZIM)“ vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) gefördert (Förderkennzeichen ZF4052313TA6).